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Vereinsgeschichte

1980er-Jahre bis heute

Vernetzung in den 1980er-Jahren
Durch die Beschäftigung mit feministischer Theologie bildeten sich in den 80er-Jahren an den theologischen Fakultäten Österreichs verschiedene Frauengruppen:
Frauen erlebten eine männerzentrierte Theologie, in der sie, wenn überhaupt, nur als ein verzerrtes Bild ihrer selbst vorkamen. Frauen teilten die Erfahrung von anderen Frauen in der Kirche, benachteiligt zu sein. Der gemeinsame Wille wuchs, etwas zu verändern und aus der Vereinzelung herauszutreten.

Frauenforum Feministische Theologie
Vom 7. bis 9. Februar 1986 trafen sich 56 Frauen aus diesen Gruppen und gründeten das Österreichische Frauenforum Feministische Theologie (ÖFFTh). Bei diesem ersten Treffen ging es vor allem darum, einander kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und eine Struktur aufzubauen. Intensivere Zusammenarbeit und Solidarität unter den einzelnen Frauen, die sich für eine Kirche von Männern und Frauen einsetzten, war eines der Ziele.
Von Anfang an war das ÖFFTh ökumenisch und auch für Frauen aus nichttheologischen Zusammenhängen offen. Das wichtigste Anliegen jedoch war, die Kommunikation feministisch-religiös interessierter Frauen zu fördern, sowie Informationen und Erfahrungen österreichweit auszutauschen.

Weiterentwicklung
Seit dem Gründungstreffen gibt es eine jährliche Tagung mit inhaltlichen Schwerpunkten, die im Rahmen eines Rundbriefes veröffentlicht werden.
Ganz neue und internationale Impulse brachten die Organisation und die Mitwirkung an der Ersten Europäischen Frauensynode 1996 in Gmunden mit über 1000 Teilnehmerinnen aus 42 Ländern.
Die Gestaltung zweier Österreichischer Frauensynoden (1992, 2000) vermittelte feministische Theologie in weitere Frauenkontexte.
Die Organisation in Landesgruppen war bis Mitte der 90er-Jahre für die meisten Frauen in den Bundesländern eine geeignete Form, sich theologisch-feministisch auszutauschen und Veranstaltungen sowie Aktionen durchzuführen. Später kamen Frauenliturgiegruppen vor Ort dazu.

Rundbrief „Der Apfel“
Die Vernetzungs- und Arbeitszusammenhänge der Forumsfrauen verändern sich. Was alle Frauen zusammenhält, ist noch immer der Rundbrief. Für dessen Erarbeitung wurde seit 1998 eine bundesweite Redaktion geschaffen. Er erhielt den Charakter einer feministisch-theologischen Fachzeitschrift und heißt nun einladend „Der Apfel„.

Text : © Maria Eicher

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